Unguis Incarnatus

Unguis Incarnatus

eingewachsener Großzehennagel (Unguis incarnatus)

Ein lästiges, oft schmerzhaftes Problem insbesondere der großen Zehen ist das Einwachsen des Nagels in das Weichgewebe des Nagelrandes. Besteht das Problem über längere Zeit, kommt es häufig zur Ausbildung von überschießendem Granulationsgewebe („wildem Fleisch“). Dabei besteht durch mechanische Reizung und entsprechende Umwelteinflüsse die Gefahr schmerzhafter entzündlicher Reaktionen, welche durch Chronifizierung dauerhaft bestehen oder immer wieder aufflammen können. Dadurch erhöht sich wiederum das Risiko des Übergreifens der Entzündung auf den Fuß und den Blutkreislauf.

Zur Abmilderung des schmerzhaften Zustandes neigt der Betroffene dazu, Nagelecken wegzuschneiden oder er versucht, die Schmerzen durch fußpflegerische Maßnahmen zu lindern. Beides führt meist nicht zu dauerhaftem Erfolg.

Zusätzlich erschwert wird die Situation, wenn die Ursache für die Erkrankung in einer Nagelfehlbildung besteht, welche durch eine Nagelpilzerkrankung verursacht wird.

Zur dauerhaften Lösung des Problems macht sich ein individuell abgestimmtes medizinisches Vorgehen erforderlich. Zunächst ist es unter Umständen notwendig, den lokalen Reizzustand zu lindern, danach die Fehlbildung operativ in einer oder mehreren Sitzungen zu korrigieren und fachgerecht nachzubehandeln. Die Nachsorge nimmt bei ausgeprägten lokalen Krankheitsverhältnissen mehrere Wochen in Anspruch, in Ausnahmefällen kann es bis zu 2 Jahre dauern (bei fortgeschrittenen Nagelpilzerkrankungen), bis wieder gesunde Nagel- und Zehenverhältnisse bestehen.

Beratungstermin vereinbaren unter (0351) 31 42 – 240